Schafe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Rhönschaf

Dieses Schaf ist unverwechselbar, denn das Rhönschaf ist das einzige Schaf in Mitteleuropa, das bis auf den Kopf ganz weiß ist, also auch weiße Beine hat. Schwarzer Kopf - weiße Beine! 

Schon im 19. Jahrhundert war das Rhönschaf weit über seine Ursprungsregion im hessisch-bayerisch-thüringischen Dreiländereck bekannt. Als "Mouton de la Reine" war es in Pariser Restaurants eine begehrte Delikatesse. Zwischen 50000 und 80000 Schafe sollen jährlich über Würzburg und Straßburg in die französische Hauptstadt getrieben worden sein. Als Frankreich 1878 Einfuhrbeschränkungen für Schaffleisch verfügte, begann der Niedergang der Rhönschafzucht der in den 1960er Jahren fast zum völligen Verschwinden geführt hat. Glücklicherweise wurde diese Rasse von Liebhabern gerettet und erfreut sich mittlerweile wieder stabiler, steigender Bestände.

 

Für mich macht sein freundliches und vorwitziges Wesen den Reiz des Rhönschafes aus: mit nach vorne gestellten Ohrmuscheln und selbstsicher erhobenem Kopf muss es alles und jeden erkunden. Um einen Menschen auf der Weide bildet sich schnell ein Halbkreis aus neugierig beobachtenden Schafen, eine Hecke wird nicht als Barriere wahrgenommen sondern als Aufforderung zu erkunden, was sich dahinter verbirgt, und ein Hütehund braucht großen Willen und Durchsetzungskraft, um eine Rhönschafherde zu bewegen. 

Natürlich gibt es gemütlichere Rassen die leichter zu Hüten sind, doch fehlt dem Ganzen dann doch ein wenig die Würze.        

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Coburger Fuchsschaf

Der Coburger Fuchs ist eine alte, schlichtwollige Landschafrasse. Das Zuchtziel beinhaltet die Züchtung eines widerstandsfähigen, genügsamen, pferchfähigen Landschafs mit besonderer Eignung zur Hüte und Koppelhaltung in den rauhen Mittelgebirgslagen.

Der hornlose, schmale Kopf ist von goldgelber bis rotbrauner Farbe. Die Beine sind unbewollt und von gleicher Farbe wie der Kopf.

Das Vlies der neugeborenen Lämmer ist rotbraun und hellt mit zunehmenden Alter auf.

Die Verhinderung des völligen Aussterbens des Coburger Fuchsschafes ist dem Schäfer und Tuchmachermeister Otto Stritzel zu verdanken. Er nutzte die Wolle des Fuchsschafes für die Tweedherstellung.

Wir sind sehr stolz darauf, die Herdbuchfuchsschafe von Ute Svensson weiterzuführen. Deren Vater übernahm in den 70er Jahren die Schäferei von Otto Stritzel.